Kreisverband
Die SPD im Rems-Murr-Kreis trauert um Helmut Schmidt. Wir alle verneigen uns vor der historischen Lebensleistung des großen sozialdemokratischen Staatsmannes, der unsere Partei und unser Land über Jahrzehnte geprägt hat.
Helmut Schmidt überzeugte über Parteigrenzen hinweg mit staatsmännischem Charisma, scharfen Intellekt und beindruckender Disziplin. Seine Haltung und seine unbeirrbare Gradlinigkeit in Krisen und bei der Umsetzung von politischen Zielen, machten ihn zu einem der ganz großen Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie keinem anderen Staatsmann in der Geschichte der Bundesrepublik haben die Menschen in Deutschland Helmut Schmidt vertraut.
Die SPD hat einen ihrer ganz Großen verloren. Wir werden seine Urteilskraft, seine Weitsicht und seinen Rat vermissen
Aus: Backnanger Kreiszeitung v. 21.10.15
Es sei die höchste Auszeichnung, die es in der SPD gibt und die er als Kreisvorsitzender jemals vergeben hat, sagte Kreisvorsitzender Jürgen Hestler bei der Verleihung der Willy-Brandt- Medaille an Parteigenosse Rainer Brechtken. Dieser ist seit 1968 Mitglied der SPD und seit 1971 in zahlreichen Funktionen aktiv. 16 Jahre als Kreisvorsitzender, von 1973 bis 1992 im Kreistag, davon eine Zeit lang als Fraktionsvorsitzender. Er war 21 Jahre lang Mitglied des Landtags, von 1992 bis 1996 politischer Staatssekretär in der Großen Koalition, außerdem von 1994 bis 2012 Präsident des Schwäbischen Turnerbunds und seit 2000 ist er Vorsitzender des Deutschen Turnerbundes. Rainer Brechtken bedankte sich und äußerte den Wunsch, dass die Partei wieder kämpft. „Wenn wir nach allen Richtungen kämpfen, haben wir eine Chance.“ Bezogen auf die Flüchtlingsdebatte: Kämpfen gegen jene, die Zäune aufstellen wollen und gegen Illusionen gleichermaßen
Nachdem die Ursache des Brandes vergangene Woche in der geplanten Asylunterkunft in Weissach im Tal geklärt wurde, und mit hoher Wahrscheinlichkeit von Brandstiftung auszugehen ist, zeigt sich die SPD Rems – Murr geschockt.
„Die schlimmsten Befürchtungen sind Eingetreten. Durch diesen menschenfeindlichen Brandanschlag, der offensichtlich fremdenfeindliche Hintergründe hat, wird nicht nur das Grundrecht auf Asyl mit Füßen getreten, sondern von Deutschland, 70 Jahre nach dem Ende des Holocaust, ein völlig falsches Bild vermittelt.“, so der Kreisvorsitzende der SPD, Jürgen Hestler.
Die SPD verurteilt diesen Brandanschlag auf das schärfste. Die Genossen möchten allerdings betonen, dass diese feige Tat mit Nichten die Meinung der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Rems Murr Kreis wiederspiegelt, wie Beispielsweise die rege Beteiligung an der nach dem Brand stattfindenden Mahnwache und der Demo gegen rechte Gewalt vergangenen Samstag in Backnang zeigen.
„Überall im Kreis entstehen vor Ort Initiativen, wie beispielsweise in Schorndorf, wo über die sozialen Netzwerke zielgerichtet Spendensammlungen organisiert werden und in denen sich hunderte Menschen beteiligen. Der Rems Murr Kreis steht für eine Willkommenskultur und nicht tumben, rechten Terror!“, ergänzt der Pressesprecher der Kreis- SPD, Christian Kollmer.
Die SPD hat in ihrer langen Geschichte immer gegen faschistische Umtriebe gekämpft und wird das auch weiterhin konsequent tun und denen eine Stimme geben, denen nichts außer ihr Leben geblieben ist.
Sozialministerin gehört seit 2001 dem Parlament an
Die SPD hat Katrin Altpeter erneut zur Kandidatin für den Landtag im Wahlkreis Waiblingen nominiert. Die amtierende Landesministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren gehört seit 2001 dem baden-württembergischen Landtag an. „Ich bin überwältigt und unglaublich dankbar für das große Vertrauen, das ihr mir entgegenbringt“, wird Katrin Altpeter in einer Pressemitteilung der SPD zitiert. Sie werde all ihre Kraft, so Altpeter weiter, in den anstehenden Wahlkampf investieren und freue sich, dies gemeinsam mit dem politischen Weggefährten, Harald Raß, als Zweitkandidat an ihrer Seite, anzugehen. Raß, 66, ist Fraktionsvorsitzender der SPD in der Regionalversammlung und Stadtrat in Fellbach.