Der SPD Ortsverein Oberes Murrtal möchte sich für die Bürger dieser Region einsetzen. Seine Ziele sind:
Die Innenstädte sollen lebendig bleiben
Die Infrastruktur soll zukunftsfähig gemacht werden
Der Wohnraum soll bezahlbar bleiben
Die Energieversorgung soll regenerativ und umweltschonend ausgebaut werden
Schulen und Kitas sollen bedarfsgerecht ausgebaut werden
Den Schwachen in der Gesellschaft soll geholfen werden
Pierre Orthen aus Leutenbach ist neuer Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv in der SPD Baden-Württemberg. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich innerhalb und außerhalb der SPD für die Interessen und Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie für eine inklusive Gesellschaft ein.
Der 28-Jährige, der zugleich Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Rems-Murr ist, möchte die Arbeitsgemeinschaft künftig stärker in die behindertenpolitischen Debatten und Entscheidungsprozesse auf Landes- und Bundesebene einbringen.
„Behindertenpolitik darf nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg gemacht werden. Ich möchte mich deshalb gemeinsam mit Selbst Aktiv noch stärker in konkrete politische Entscheidungen einmischen – auf Landes- wie auf Bundesebene. Unser Anspruch muss sein: Nicht über uns ohne uns. Wir wollen nicht erst gefragt werden, wenn Entscheidungen längst getroffen sind, sondern von Anfang an mitgestalten“, erklärt Orthen.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit soll darauf liegen, die Sichtbarkeit von Selbst Aktiv innerhalb der SPD Baden-Württemberg zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit Verbänden, Initiativen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen auszubauen. „Inklusion ist kein Nischenthema. Sie betrifft Wohnen, Mobilität, Bildung, Arbeit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb müssen die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen überall dort vertreten sein, wo politische Entscheidungen getroffen werden“, so Orthen.
Jede 16. Person gilt im Rems-Murr-Kreis als armutsgefährdet. Die erschreckend hohe Zahl kommt von der Wirtschaftssoziologin Rebecca Lo Bello, die am Samstag (18.0726) in einer Veranstaltung des Ortsvereins Berglen über ihre Studie "Arbeit lohnt sich immer?!" berichtete.
Die Region Stuttgart zählt zu den reichsten in Europa. Dennoch nimmt die Armutsgefährdung zu. Besonders betroffen sind bei uns (wie eigentlich überall) Kinder und Jugendliche. Im Rems-Murr-Kreis gilt laut ihrer Studie jedes fünfte Kind oder Jugendlicher als gefährdet. Jeder zehnte nicht Erwachsene bezieht Grundsicherung.
Neben Rebecca Lo Bello saß unsere Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. Sie gab einen Einblick in die Diskussion im Bundestag über die in unserer Partei umstrittene und von Bundeskanzler Friedrich Merz durchgeboxte Reform der Sozialpolitik. Sasika berichtete, wie die CDU alles versucht habe, mit der Umbennenung des Bürgergelds in die Grundsicherung die vorangegangenen Errungenschaften der SPD schlechtzureden.
Leider seien die konservativen Medien voll darauf eingestiegen. Mit der Reform sei nicht alles schlecht geworden, versicherte Saskia. In einigen wichtigen Punkten habe sich die Partei durchsetzen können. Dies müsse nun nach außen getragen werden.
Die Wissenschaftlerin und Saskia betonten, dass es zunehmend schwerer und für manche sogar unmöglich werde, aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Betroffen seien nicht nur ältere Arbeitnehmer*innen, sondern vor allem in der aktuellen Krise der Autombilwirtschaft jüngere Menschen. Deswegen sei es so wichtig, sich um Menschen, deren Arbeitsplätze gefährdet seien, intensiv zu kümmern. Im Gespräch schilderten zwei Betoffene, wie schwierig es für sie ist, nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit wieder einen qualitativen Job zu finden.